1931 beschlossen zehn oder elf Gustorfer Burschen das Schützenregiment um einen neuen Zug zu erweitern. Nachdem sie den entsprechenden Antrag beim Vorstand eingereicht hatten, wurde ihnen von Moritz Engels, der damals dem 2.Jägerzug angehörige Johann Lüttgen, als erfahrener Schütze zur Seite gestellt. Von Johann Lüttgen als Zugführer wurde dann 1931 der 4.Jägerzug, der sich den Zugnamen "Immertreu" gegeben hatte, zum erstenmal durch Gustorf Straßen geführt. Die damaligen Schützenfeste unterschieden sich nicht sehr von den heutigen. Nur wurde nicht im Zelt, sondern in drei Sälen getanzt.

Nachdem die neuen Schützen sich an das Schützenleben gewöhnt hatten und sich selber überlassen werden konnten, gab Johann Lüttgen seine Funktion als Zugführer auf und trat wieder in den 2.Jägerzug ein. Wer dann nach Johann Lüttgen bis zum Kriege dem 4.Jägerzug vorstand, ist leider nicht überliefert.

Sofort nach der, durch den schrecklichen Krieg bedingten Pause, formierte sich der 4.Jägerzug unter Willi Kremer als Oberleutnant und Zugfüherer neu.

Der jetzt wieder auflebende Jägerzug hatte folgende Mitglieder:
Kremer, Willi
Kremer, Andreas I
Kremer Andreas II
Kremer, Matthias
Kremer, Karl
Kremer, Johann
Oberem, Peter
Landen, Willy
Schramm, Hubert
Linkweiler, Heinrich
Baust, Willi
Moll, Peter
Becker, Willi

Ein Schützenfest durfte in diesem Jahr nicht abgehalten werden, d.h. Umzüge waren von der Besatzungsmacht verboten. Darum fanden 1946 nur Tanzveranstaltungen in den Gustorfer Sälen statt.

 1947 konnte dann wieder ein Umzug abgehalten werden. Man hatte es geschafft, die Bezirksverwaltung davon zu überzeugen, daß diese Umzüge nichts mit Militarismus zu tun hatten. Die Männer des 4.Jägerzuges traten, wie alle anderen Schützen auch, zu diesem Umzug einheitlich in weißer Hose an. Uniform wurde noch keine getragen.

 1948 konnte zum erstenmal wieder richtig Schützenfest gefeiert werden. Der erste Schützenkönig des Bürgerschützenvereins nach dem Krieg, kam aus den Reihen des 4.Jägerzuges. Es war Peter Oberem. Er hat es ausgezeichnet verstanden, den Verein und auch den 4.Jägerzug in dieser Zeit zu repräsentieren.

 Speziell für dieses Fest hatte Peter Oberem sich einige Flaschen Wein zurückgelegt, um seine Gäste auch entsprechend bewirten zu können. Am Sonntagabend schickte er dann einige Zugkollegen den Wein holen. Leider hatte er die Rechnung ohne diese Kameraden gemacht, die auch gerne einmal etwas besonderes trinken wollten. Da ihnen der Wein im Saal bestimmt nicht angeboten worden wäre, griffen sie zur Selbsthilfe. Die Flaschen wurden vorsichtig entkorkt, entleert (natürlich ohne großen Umweg sofort in die Kehlen der Kameraden des 4.Jägerzuges) und der Flascheninhalt durch abgestandenes Regenwasser aus der Tonne ersetzt. Danach kam dann der Korken wieder in der Flaschenhals, das Bleihütchen darüber und niemand konnte von dem vertauschten Inhalt etwas sehen. Was man dann nachher sehen konnte, waren die teils dummen und teils betretenen Gesichter der "erlauchten" Gäste, die diesen edlen Tropfen vorgesetzt bekamen. Hätte man die Wut, die Peter Oberem nachher abgelassen hätte, auch noch in die Flaschen füllen können, dann hätte das Wasser bestimmt geschäumt wie der beste Champagner.

1949 fing dann der 4.Jägerzug wieder mit dem Fackelbau an. Die erste Fackel die gebaut wurde, war die Hundefackel. Sie handelte davon, daß in einer bestimmten Ecke des Dorfes, vor einem bestimmten Haus, immer Hunde verschwanden und eine bestimmte Familie öfter Fleisch im Topf hatte, als die Nachbarn. Diese Großfackel war noch von innen mit Kerzen beleuchtet und wurde auf den Schultern getragen. Das interessanteste an der Fackel und für die Leute wohl auch das Lustigste war, daß derjenige, von dem die Fackel handelte, kräftig mitgetragen hatte, ohne zu merken, worum es ging.

1951 beginnt nun der Teil unserer Chronik, für den wir Belege haben, d.h., ab exakt dem 11.3.1951 besteht unser Protokollbuch. Alles, was bis hierher aufgezeichnet wurde, mußte aufgrund mündlicher Überlieferung bzw. Erzählungen der noch lebenden ehemaligen Zugmitgliedern niedergeschrieben werden und erhebt deshalb keinen Fall den Anspruch auf Vollständigkeit. Wir sind auch nicht vermessen, den nun folgende Teil als vollständige Wiedergabe der letzten 30 Jahre Zugeschehens abzutun. Jeder Schriftführer läßt "Nebensächlichkeiten" aus seinen Protokollen heraus, und somit fehlt auch hier etwas; hauptsächlich das Anekdotische. Man darf jedoch sagen, das alles Wichtige in den Protokollen festgehalten wurde.

Schon in dem ersten Protokoll vom 11.3.1951 taucht unser Generalproblem auf. Gemeint ist unser Zugbeitrag. Sicher, den gab es damals nicht, aber es war schon damals ein Problem, einen Betrag von DM -,30 wöchentlich für Kameradschaftsabend oder Ausflug zusätzlich zum Spargeld einzuholen. Richtig nachdenklich wird man, wenn man sich den Tagesordnungspunkt 4 dieser Versammlung durchliest. Darin steht, daß der Zug beschlossen hat, der Frau bzw. dem Kinde unseres vermißten Zugkollegen W. Mertens als Kommunionsgeschenk am Weißensonntag durchdie Firma Mostert 2 Pfd. Aufschnitt zukommen zu lassen. ----- Wie sehr und auch wie schnell sich doch die Zeiten und damit die Ansprüche und Ideale ändern.

1951 war für den 4.Jägerzug ein ganz besonderes Jahr. Es wurde zum Beispiel zum erstenmal ein Zugkönig ermittelt. Ween wir heute hören Zugkönig ermittelt, denken wir sofort an Luftgewehr- oder Kleinkaliberschießen. Unser erster Zugkönig wurde jedoch durch Büchsenwerfen ermittelt.

Das Zugkönigswerfen fand statt am 18.9.1951 bei Spenrath. Als 13.Werfer errang Jakob Hurtz die Zugkönigswürde und wurde auf der Stelle von Oberleutnant Willi Kremer als Jakob I. zum allerersten Zugkönig des 4.Jägerzuges "Immertreu" gekrönt. Da man sich entschlossen hatte, nun jedes Jahr einen Zugkönig zu ermitteln, hatte man auch eine Königskette angeschafft, die 1951 von Jakob Hurtz zum erstenmal getragen wurde. Diese Kette ist heute noch im Gebrauch, wenn auch wahrscheinlich in diesem Jahr zum letztenmal. Es ist zwar schade, daß dieses Kleinod des Zuges, in dem die 31 Orden der Zugkönige von 1951-1981 verarbeitet sind, nun nicht mehr öffentilch getragen werden soll. Doch diese Kette ist mittlerweile zu wertvoll geworden. Außerdem muß man bedenken, welche Brust ist noch breit genug, um die Kette reichtig zur Geltung zu bringen? Aber wir schweifen zu sehr ab. Möge die neue Kette, die nun angeshafft werden soll, das gleiche Hochgefühl und die gleiche verpflichtende Wirkung auf die Träger der Zugkönigswürde ausüben, wie das unsere jetzige Königskette durch ihr imponierendes Aussehen immer getan hat.

1952 wurde ein erster Versuch gemacht, Kappen für den ganzen Zug anzuschaffen. Die Anschaffung wurde jedoch wegen der Höhe der Kosten abgelehnt. Beschlossen wurde jedoch, daß ab sofort die Versammlungen ohne Frauen abgehalten werden sollten.

1953 ließ der Zug eine Standarte anfertigen. Das Fahnentuch wurde auf Vermittlung von Willy Landen bei einer Kölner Firma bestellt und gestickt. Hubert Schramm organisierte von irgendwoher Stock und Gestänge.

Die erste Fahnenbesetzung waren:
Landen, Willy
Kramer, Toni
Schramm, Hubert

Diese drei Zugkollegen wurden in der Versammlung vom 3.8.1953 bestätigt.

1953 war auch das Jahr, in dem der Zug für den Fackelzug das legendäre Trinkhorn baute. Dieses, mit tausenden von Papierblumen ausgeschmückte Füllhorn, war, da es nicht von innen beleuchtet wurde, sondern von außen angestrahlt wurde, im Sinne der Vereinsstatuten keine Fackel und konnte somit in die Wertung für eine Preisverleihung nicht aufgenommen werden.

Es wurde auch beschlossen, daß, sollten neue Zugmitglieder aufgenommen werden, diese DM10,- als Aufnahmegebühr bezahlen müssen, um ein Anrecht auf das Zugvermögen zu haben.

Ebenfalls 1953 wurde unsere erste Trinkhornschleife bei einer Kölner Firma in Auftrag gegeben.

1954 wird zum erstenmal der Kameradschaftsabend auf die Mitte der Fastenzeit angesetzt. Auch neue Bedingungen für das Zugkönigschießen wurden beschlossen. Leider ist nicht vermerkt, welche Bedingungen das waren.Da jedoch in späteren Protokollen nicht mehr von Änderungen die Rede ist, ist anzunehmen, daß es sich um Bedingungen handelte die solange gültig waren, wie wir unseren Zugkönig auf Karten ausgeschossen haben, und nach denen wir heute noch unseren Pokal ausschießen:
jedes Zugmitglied hat je drei Schuß auf zwei Karten, die bessere Karte wird gewertet.

1955 wurde anscheinen zum erstenmal angeregt, eigene Uniform anzuschaffen. Es wurde jedoch beschlossen, die Uniformen wie bis dahin zu bestellen.

 Der damalige Zugführer Willi Kremer wurde Schützenfest 1955 zum Hauptmann befördert. Seitdem ist der 4.Jägerzug immer von einem Hauptmann geführt worden.

1956 beliefen sich die Musikkosten für unseren Kameradschaftsabend auf DM20,-. Auch wurden neue Gewehre angeschafft. Die Gewehre sollten Stahlrohre und Tragriemen haben. Diese, im Jahre des 25-jährigen Bestehens unseres Zuges angeschafften Gewehre, tragen wir heute noch.

Anläßlich des Jubiläums wurden auch unsere Kappen angeschafft. Die Kappen waren lt. Versammlungsbeschluss vom 4.8.1956 zu tragen bei:
Versammlungen, Ausflug, Kameradschaftsabend, Vogelschuß und Kirmes.

Bei Nichtbeachtung dieses Beschlusses mußte eine Strafe von DM-,50 gezahlt werden. Schon damals galt im Zuge das Prinzip: "Offiziere zahlen des Doppelte".

1957 wurden zum zweitenmal Abzeichen für den Zug angeschaft, die damals DM1,40 pro Stück kosteten.

Im Jahr 1958 wird erstmals das Zugeigentum aufgelistet.

Es bestand damals aus:

1 Fahne kompl. mit Stock und Gestänge
1 Fahnenschrank
1 Blumenhorn
2 Schleifen
1 Königskette
1 Degen mit Gehänge
1 Fahnenträgerschild
Gewehre und Hutfedern

Im Jahre 1959 errang zum zweitenmal ein Mitglied des 4. Jägerzuges die Königswürde des Vereins. Unserem Hauptmann Willi Kremer gelang es den Vogel herabzuschießen. Aber auch noch anderes gibt es für das Jahr 1959 zu erwähnen. So wurde zum Beispiel beschlossen, daß jedes Zugmitglied im Jahr mindestens DM100,- zu sparen hätte, um einen Anspruch auf das Zugvermögen zu haben. Außerdem wurde der damalige Schriftführer Landen beauftragt, neue Zugstatuten auszuarbeiten. Diese neuen Statuten konnten dann schon bei der Versammlung vom 23.1.1960 diskutiert und angenommen werden.

Im Jahre 1960 wurden auch neue Hüte angeschaft, die jedoch jedes Mitglied selber zahlte. Der Preis pro Hut belief sich auf DM16,-. Anläßlich des 100-jährigen Jubiläums des Bürgerschützenvereins wurde im Jahre 1962 zweimal Schützenfest gehalten.

Um die Züge nicht allzusehr zu belasten, wurden die Uniformkosten für das Jubelfest vom Verein übernommen. Was auch noch unbedingt für das Jahr 1962 zu bemerken wäre, ist die Tatsache, daß ab diesem Jahr die Versammlungen wohl zügiger von statten gehen. Hat der Chronist bis dahin mal kein Versammlungsprotokoll finden können in dem stand, daßdie Versammlung vor 22.30 Uhr schloß, so tauchen jetzt Zeiten wie 21.30 Uhr und 21.45 Uhr auf.

1963 wurde eine Veranstaltung des Zuges ins Leben gerufen, die heute ein fester Bestandteil des Zuglebens geworden ist. Wir führten nämlich 1963 zum erstenmal unsere Weihnachtsfeier für die Kinder durch, zu der auch alle Zugmitglieder eingeladen waren.

Nach dem Schützenfest 1964 erhielt der Zug mit sechs Jungschützen gewaltige, personelle Verstärkung. Diese Jungschützen konnten dann 1965 anläßlich der Regentschaft unserer Zugmitgliedes Matthias Kremer's als König des Bürgerschützenvereins, Gustorf, zum erstenmal mitmarschieren.

Seine Königswürde hat Matthias Kremer wohl unserem Kameraden Arthur Jander zu verdanken, der den Vogel abschoß. Trotz des Jubels und der allgemeinen Freude im Zug dachten die Kameraden an die auf sie zukommende Arbeit und bedankten sich bei Arthur auf ihre Art:
Sie schlugen ihm die Absätze von den Schuhen, so daß der arme Arthur mit seinen kaputten Schuhen durch das Dorf ziehen mußte.

 Im Jahr 1968 wurde beschlossen, wieder einmal eine Großfackel zu bauen. Außerdem wurde 1968 unser Pokalschießen eingeführt und als ständige Einrichtung des Zuges aufgenommen.

 Für das Jahr 1969 gilt es zu berichten, daß in diesem Jahr einheitliche Krawatten angeschafft worden sind. Diese Krawatten sollten auf jeder Versammlung und am Kirmessamstag getragen werden.

Ab dem Jahr 1970 änderten sich die Bedingungen für das Zugkönigschießen. Der Zugkönig wird nicht mehr auf Karten, sondern auf einen Vogel ausgeschossen. Daran, daß nur die Königsbewerber schießen, ändert sich nichts. Die auszuschießenden Pfänder werden auf einem gesonderten Vogel ausgeschossen.

Für das Pokalschiessen gilt noch die alte Regelung:
je drei Schuß auf zwei Karten, die Bessere wird gewertet.

Ebenfalls im Jahre 1970 wurde das Weihnachtsmannkostüm angeschafft.

Anläßlich des 40-jährigen Zugjubiläum im Jahre 1971 wurde beschlossen, daß ein Zugorden, den jedes Zugmitglied bekommen soll, angeschafft werden sollte. Dieser ORden ist gekauft worden und den Zugmitgliedern auf dem Kameradschaftsabend überreichth worden. Es wurde auch beschlossen, daß dieser ORden am Band zu tragen ist.

1971 trat dann auch unser Hauptmann Willi KRemer, der den Zug seit seiner Neubelebung nach dem Kriege geführt hatte, aus gesundheitlichen Gründen zurück. Neuer Zugführer wurde, da Willy Landen die WAhl ablehnte, Matthias Kremer.

Ebenfalls in diesem Jahr wurden die Satzungen neu überarbeitet.

1972 wurde unsere Kette für den Pokalsieger gekauft, und anläßlich des Schützenfestes zum erstenmal getragen. auch eine weitere und seitdem ständige Einrichtung wurde ins Leben gerufen, das Offiziersessen.

Die Zugkönigskrönung mit Pokalsiegerehrung, als zweiten Kameradschaftsabend, feiern wir seit 1975. Im gleichen Jahr wurde der Schriftführer Hermann Schramm aufgefordert die Zugstatuten zu überarbeiten bzw. neue Satzungen aufzuarbeiten. Diese neue Satzung wurde dann auf einer gesonderten Versammlung am 8.5.1976 angenommen und trat damit einen Tag später in Kraft.

1976 kam auch eine Erleichterung für die Fackeljungen. Die Zugfackel brauchte nicht mehr getragen werden. Es war ein Wagen gebaut worden, und seit dem wird die Fackel durchs Dorf gefahren. Außerdem war 1976 ein Überraschungsjahr. Die Überraschung ging von unserem Freund Andreas Kremer, der "Summ" aus. Am Kirmesmontag, während des Frühstücks beim Zugkönig, teilte er den dort versammelten Zugmitgliedern mit, daß er sich um die Königswürde bewerben würde und am Vogelschuß teilnehmen wollte. Vom Zug hatte keiner etwas dagegen, denn zum einen hielt man das Ganze fpr einen Scherz und zum anderen mußte ja nicht unbedingt der Andreas König werden.

Nun ja, es kam wie es kommen mußte, Andreas machte Ernst, und ............ wurde der 4.Schützenkönig, der aus dem REihen des 4.Jägerzuges "immertreu" kam.

 Das Jahr 1977 war für unseren Zug dann mal wieder ein Jahr der Vorbereitung auf ein besonderes Schützenfest. Wie bei den anderen drei Königen vorher, mußte geplant und organisiert werden. Tannengrün, Gerüst, Rosen etc. mußten besorgt bzw. angefertigt werden. Trotz der vielen Arbeit hatte man aber auch viel Spaß und war zum Schützdenfest mächtig Stolz auf die herrlich ausgeschmückte Residenz.

1978 wurde das Zugkönigschießen auf die vereinseigene Schießanlage hinter der Großsporthalle verlegt und damit ein neuer, geselliger Teil in den Jahreskalender unseres Zuges aufgenommen. Außerdem begannen in diesem Jahr die Plannungen für unser 50-jähriges Jubiläum.

Für das Jahr 1979 wird von einem Rekord besonderer Art zu berichten sein. Auf der Versammlung vom 19.5.1979 lies sich ein junger Mann, nachdem ihm die Statuten unseres Zuges bekannt gemacht worden waren, in unserem Zug aufnehmen. Bereits zur nächsten Versammlung, die am 8.9.1979 stattfand, hatte er sich schriftlich aus dem Zug abgemeldet. In unseren Aufzeichnungen ist nirgends eine kürzere Mitgliedschaft verzeichnet.

Bereits 1979 konnte Willy Landen den Mitgliedern unseres Zuges ein Exemplar der für unser Jubiläum angeschafften Ärmelabzeichen, die wir ja heute bereits mit Stolz tragen, vorzeigen. Am 10.11.1979 trat Matthias Kremer aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt als Zugführer zurück. Die Leitung des Zuges wurde von Willy Landen übernommen.

Auch in den jüngsten Tagen unserer Zuggeschichte kommt es noch lustigen Begebenheiten. So fiel zum Beispiel erst beim ersten Schießen nach dem Schützenfest von 19080 auf, daß der falsche Mann zum Pokalsieger geehrt worden war und der Spieß auch die Pokalsiegerkette dem falschen Mann ausgehändigt hatte.

1981, unser Jubiläumsjahr, ist noch zu jung und das bisherige Zuggeschehen vielleicht zu alltäglich, um hier abgehandelt zu werden. Der Abend des 27.Mai wird jedoch in die Zuggeschichte als großes Ereignis eingehen, da das Jubiläum an diesem Tage zugintern gefeirt wird.

Zum Abschluß bleibt noch zu erwähnen, daß ein Verein aufrecht gehalten wird von seinen Mitgliedern. Unseren Mitgliedern sei hiermit Dank gesagt. Dank gesagt für die Treue, die sie dem $.Jägerzug "Immertreu" bis heute gehalten haben. Dieser Danke gilt aber auch denjenigen, die nicht mehr in unseren Reihen stehen, die aber in unserer Erinnerung weiter leben und deren Weggang bei uns Wunden hinterlassen hat, die zum Teil nur schwer vernarbten.

Aber nicht nur den heutigen Mitgliedern oder unseren toten Kameraden müssen wir unsere Aufmerksamkeit schenken, sondern uns auch um Jungschützen bemühen. Denn nur durch sie ist es zu schaffen, das der 4.Jägerzug "Immertreu" noch lange Jahre zum festen Bestandteil des Bürgerschützenvereins und somit auch der Gustorfer Kirmes gehört.

 

Gustorf, im Mai 1981